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Sep
08

Mit Goethe zur Nacht


Erlkönig

ist eine Ballade von Johann Wolfgang von Goethe, die er 1782 schrieb.

Im Gedicht ist der Erlkönig ein dämonischer Verführer und eine Metapher für die todbringende Krankheit des Kindes. Der Stoff der Ballade stammt aus dem Dänischen, dort heißt der Erlkönig Ellerkonge, also Elfenkönig.
Der Text wurde sehr schnell beliebt und häufig in Musik gesetzt. Insbesondere die Vertonung von Franz Schubert wird heute oft gesungen. Schubert wollte diese Vertonung Goethe widmen, der sie jedoch unkommentiert zurücksenden ließ.
Auch später war das Gedicht häufig Vorlage für verschiedene Vertonungen bis in die heutige Zeit. So erschien etwa eine Version des Gedichts von AchimReichel auf der LP Regenballade (1978). Auch die Neue-Deutsche-Härte Band Rammstein hat eine Adaption namens Dalai Lama zum Erlkönig geschrieben. mehr bei Wikipedia

LEGO Brickfilm gefunden bei YouTube

.
„Der Erlkönig“ beschreibt den nächtlichen Ritt eines Vaters und seinem Kind. Das Kind sieht die Gestalt des Erlkönigs, von dem es sich bedroht fühlt. Der Vater versucht, seinen Sohn zu beruhigen und den Visionen des Kindes natürliche Erklärungen zu geben, wie Nebel, das Rascheln der Blätter oder den Schimmer der Bäume. Das Kind wird jedoch immer unruhiger; es fühlt sich immer mehr von den gespenstischen Gestalten bedroht. mehr bei Wikipedia

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Es ist der Vater mit seinem Kind.
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.

Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht!
Den Erlenkönig mit Kron’ und Schweif? –
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –

„Du liebes Kind, komm geh’ mit mir!
Gar schöne Spiele, spiel ich mit dir,
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.“

Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind,
In dürren Blättern säuselt der Wind. –

„Willst feiner Knabe du mit mir geh’n?
Meine Töchter sollen dich warten schön,
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.“

Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort
Erlkönigs Töchter am düsteren Ort? –
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh’ es genau:
Es scheinen die alten Weiden so grau. –

„Ich lieb dich, mich reizt deine schöne Gestalt,
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt!“
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an,
Erlkönig hat mir ein Leids getan. –

Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,
Er hält in den Armen das ächzende Kind,
Erreicht den Hof mit Mühe und Not,
In seinen Armen das Kind war tot.

 Johann Wolfgang von Goethe 

28. August 1749 in Frankfurt am Main

 † 22. März 1832 in Weimar

Denkmal des Erlkönigs in Jena


5 Responses to “Mit Goethe zur Nacht”


  1. 1 m.
    14. September 2008 um 12:42

    hey honey! mich erreichte soeben eine Kommentarwelle von Dir > merci beaucoup!!!

  2. 14. September 2008 um 12:51

    Musste mal sein : )
    Die letzte Zeit, besser zur Zeit, läuft es etwas zäh‘ und mir bleibt nicht so viel Zeit.
    Aber vorbei-klick ich immer bei Dir. Manchmal halt – ohne Worte.

  3. 14. September 2008 um 13:14

    Ich liebe das Gedicht von Goehte. Und ebenso liebe ich das Lied von Rammstein. Ich habe sogar ein Shirt von ihnen, auf denen das Flugzeug gedruckt ist und hinten drauf steht ein Stück Liedtext. xD

    Weiter, weiter ins Verderben, wir müssen Leben, bis wir sterben.

    Rammstein haben sich übrigens auch an anderen Sachen bedient, es gibt ein Lied names ‚Hilf mir‘, das ist quasi geklaut aus dem Buch ‚Der Struppelpeter‘ und dort die Geschichte von dem Mädchen mit dem Feuerzeug.

    In der Weiterführendenschule mussten wir oft Gedichte auswendig lernen, meine Favoriten waren der Erlkönig und Lore-Ley, das sind auch die einzigen beiden Gedichte, von denen mir zumindestens die beiden ersten Strophen im Gedächtnis geblieben sind.😉

  4. 14. September 2008 um 13:22

    eigentlich hab ich nicht direkt wegen diesem projekt vorgefühlt. eher allgemein. hab ja immer den kopf voller neuer ideen🙂

    ooh, das hab ich auch noch nicht gewusst, dass goethe einer vertonung durch schubert abträglich war😉 die achim-reichel-version hab ich auch🙂

  5. 14. September 2008 um 13:32

    Ohja, finde ich auch.😀 Ich habe mich auch sehr gewundert, die Mutter des kleinen Hamsterlies ist näml. eher so im Gold-Braun-Ton.

    Naja, kommt ja auch auf die dominanten Gene des Vaters und der Mutter an, die haben anscheinend Schwarz und Weiß in sich getragen. Aber süß ist es auf jeden Fall.🙂


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